In den letzten Jahren wurde immer wieder über den Einsatz von Coenzym Q10 bei Morbus Parkinson berichtet.

Wir haben für Sie die wissenschaftliche Literatur analysiert und Informationen zu dem Thema zusammengestellt.

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Fragen:

  1. Was ist „Neuroprotektion“? 
    Warum Neuroprotektion bei Morbus Parkinson?
  2. Was ist der wissenschaftliche Hintergrund der Neuroprotektion durch Coenzym Q10?
  3. Was sind die Hinweise zur Beeinflussung von Morbus Parkinson mit Coenzym Q10?
  4. Was sind die wissenschaftlichen Grundlagen einer Nahrungs-Ergänzung mit Coenzym Q10 und welches Produkt hat Vorteile?
  5. Kurz-Zusammenfassungen wissenschaftlicher Veröffentlichungen zum Thema Morbus Parkinson und Coenzym Q10
  6. Relevante Links zum Thema.
  7. Fremdwörter-Verzeichnis zum Thema

Antworten:

1. Was ist „Neuroprotektion“? Warum Neuroprotektion bei Morbus Parkinson?

“Neuroprotektion” heißt soviel wie “Nervenschutz” oder “Schutz des Nervensystems”. Dieser Begriff wird im Zusammenhang mit sog. „neurodegenerativen“ Erkrankungen diskutiert, das sind Erkrankungen bei denen Teile des Nervensystems degenerieren, also sich abbauen.

Auch Morbus Parkinson gehört zu den neurodegenerativen Erkrankungen. Beim Morbus Parkinson werden bestimmte Nervenzellen im Gehirn – die sog. „dopaminergen Neuronen der Substantia nigra“ – abgebaut. Dies führt zu den typischen Symptomen, wie Muskelstarre, Muskelzittern, verlangsamte Bewegungen und Instabilität der Haltung.

Mangels ausreichend wirksamer Medikamente versuchen Wissenschaftler seit vielen Jahren Substanzen zu finden, die vor der „Neurodegeneration“, also dem krankmachenden Abbau von Nerven-Gewebe schützenSubstanzen also, die „neuroprotektiv“ wirken.

In einer 2008 veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeit von Chaturvedi und Beal wurde der Stand der Forschung auf diesem Gebiet zusammengefasst: dabei wurden verschiedene Substanzen mit neuroprotektiver Wirkung besprochen, u.a. das Coenzym Q10.

Ja, ich möchte Coenzym Q10 als Nahrungs-Ergänzung einsetzen! Wie gehe ich vor?
Wo und wie kann ich ein geeignetes Präparat bestellen?

 

2. Was ist der wissenschaftliche Hintergrund der Neuroprotektion durch Coenzym Q10?

Coenzym Q10 (auch als „Ubichinon“ bezeichnet) ist an der Energie-Gewinnung im Körper beteiligt.

Seit langem wird diskutiert, ob Coenzym Q10 eine neuroprotektive Wirkung hat. Es liegen wissenschaftliche Hinweise vor, dass dies der Fall ist.

Der Stand der Forschung wurde 2008 von Chaturvedi und Beal in der bereits angesprochenen Publikation zusammengefasst. Die Forschungs-Ergebnisse wurden in Reagenzglas-Versuchen und in Tiermodellen aber auch in klinischen Studien, u.a. auch bei Morbus Parkinson gewonnen (siehe dazu auch die Auflistung der angesprochenen Literaturstellen weiter unten).

Coenzym Q10 ist ein natürlicher Nahrungsbestandteil und wird aber auch vom Körper selbst produziert. Bestimmte Medikamente, wie z.B. die Lipidsenker, die sog. „Statine“, können zu einem höheren Bedarf an Coenzym Q10 führen oder sogar einen Q10-Mangel verursachen.

Die Zufuhr von Coenzym Q10 mit der Ernährung wird in diesem Zusammenhang empfohlen, mit dem Ziel den Coenzym Q10-Mangel zu beheben und die biologische Funktion des Coenzym Q10 im Körper zu gewährleisten oder gar zu verbessern.

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3. Was sind die Hinweise zur Wirkung von Coenzym Q10 bei Morbus Parkinson?

Eine mögliche Bedeutung von Coenzym Q10 bei Morbus Parkinson wurde in klinischen Studien an Morbus Parkinson Patienten untersucht.

Von Shults und Kollegen und von Sohmiya und Kollegen wurde bei Parkinson-Patienten im Vergleich zu Gesunden ein signifikant erniedrigter CoenzymQ10-Spiegel im Blut und in den Körper-Zellen (genauer gesagt in den „Mitochondrien“) festgestellt.

In einem Kommentar hat Rosenberg die wichtigsten Aspekte der Coenzym Q10 Wirkung bei Morbus Parkinson diskutiert. Er stellt fest, dass der Therapieansatz mit Coenzym Q10 und ähnlichen Präparaten einen vielversprechenden Ansatz bei einer Morbus Parkinson Therapie darstellt.

In einer Arbeit von Shults und Kollegen fanden sich Hinweise, dass die Parkinson-spezifischen Symptome durch Coenzym Q10-Gabe reduziert werden und dass der Nutzen bei der höchsten Dosis am stärksten ist. Sie schlagen aber auch vor, dass noch weitere größere Studien durchgeführt werden sollen, um diesen Befund zu erhärten.

In einer 2003 veröffentlichten Studie von Müller und Kollegen fanden sich positive Effekte : „Our results indicate a moderate beneficial effect of oral CoQ10 suplementation in PD patients“; Übersetzung durch den Verfasser: „Unsere Ergebnisse liefern Hinweise auf einen moderaten positiven Effekt der oralen Gabe von Coenzym Q10 bei Morbus Parkinson Patienten“.

In einer Arbeit von Storch und Kollegen wurde festgestellt, dass die Verabreichung von Coenzym Q10 in nanopartikulärer Form deutlich besser vom Körper aufgenommen wird als Standard-Präparate. Allerdings fand sich in dieser Studie keine symptomatischen Effekte bei Patienten mit mittelschwerem Morbus Parkinson.

Insgesamt gesehen liegen Hinweise aus klinischen Studien vor, die darauf hinweisen, dass Coenzym Q10 eine positive Wirkung bei Morbus Parkinson-Patienten hat. Die empfohlenen Dosierungen liegen zwischen 300 mg/Tag – 1200 mg/Tag, wobei die Wirksamkeit sicherlich auch von der Menge des Wirkstoffs abhängt, die nach Aufnahme mit der Ernährung wirklich in den Körper gelangt (der sog. „Bioverfügbarkeit“).

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4. Was sind die wissenschaftlichen Grundlagen einer Nahrungs-Ergänzung mit Coenzym Q10 und welches Produkt hat Vorteile

In mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen wurde gezeigt, dass die Zugabe von Coenzym Q10 zur normalen Ernährung eine Steigerung des Coenzym Q10 Spiegels im Körper bewirkt.

Nahrungs-Ergänzung mit Coenzym Q10-Präparaten wird damit als ein gangbarer Weg zur Steigerung der Coenzym Q10-Spiegel im Körper und zur Sicherung der Coenzym Q10 Funktion angesehen.

Üblicherweise werden 30 mg verabreicht, dies erhöht den Plasma-Spiegel jedoch nur wenig. 90 mg täglich über 2 Monate steigern die Konzentration im Blut etwa auf das Dreifache, bei 200 mg kommt es zu einer 6,5-fachen Steigerung.

Es liegen auch zahlreiche Studien zur Sicherheit der Coenzym Q10-Gabe vor; Mengen bis 2400 mg/Tag werden nach Angaben in der Literatur problemlos vertragen.

„Normales“ Coenzym Q10 wird nach Gabe mit der Nahrung schlecht vom Körper aufgenommen.

Deshalb wurden neue Coenzym Q10 Präparate entwickelt, um die Aufnahme mit der Nahrung zu verbessern. Eine wichtige Entwicklung in diesem Zusammenhang sind sogenannte „nano-partikuläre“ Formen von Coenzym Q10 („Nano-Partikel“).

Das Präparat „Sanomit Q10“ gehört zu den nachweislich am besten resorbierbaren Coenzym Q10-Präparaten. Dies wurde in wissenschaftlichen Studien belegt.

Grund dafür ist die flüssige Form und die Nanostruktur der Coenzym Q10-Partikel: die Coenzym Q10 Moleküle sind in ultrakleine wasserfreundliche und leichter vom Körper aufnehmbare Partikel verpackt. Folge: Der Körper nimmt das Coenzym Q10 in Sanomit Q10 um ein Vielfaches besser und schneller auf als herkömmliche Q10-Formen. Auch beginnt die Aufnahme bereits in der Mundschleimhaut.

Zusammenfassend kann man sagen, dass mit Sanomit Q10 ein sehr potentes Coenzym Q10-Präparat zur Verfügung steht, das bei Morbus Parkinson geeignet ist, den Q10-Spiegel im Körper effektiv anzuheben.

Weiterer Vorteil: Sanomit Q10 ist ein Flüssig-Präparat und erlaubt insofern eine individuelle Dosierung zur Anpassung an die individuellen therapeutischen Notwendigkeiten.

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5. Kurz-Zusammenfassung wissenschaftlicher Veröffentlichungen zum Thema „Morbus Parkinson“, „Neuroprotektion“ und „Coenzym Q10“

Wir haben für Sie wissenschaftliche Veröffentlichungen zusammengestellt, die nach unserer Meinung relevant für die o.g. Themen sind. Zu jeder Arbeit fassen wir die wichtigsten Schlussfolgerungen zusammen.

Untersuchungen am Menschen

1. Chaturvedi and Beal
„Mitochondrial Approaches for Neuroprotection“
Ann. N.Y. Acad. Sci. 1147: 395-412 (2008)
In dieser aktuellen Übersichtsarbeit wird der Stand der Forschung zum Thema “neuroprotektive Therapien für neurodegenerative Erkrankungen” kompetent zusammmen gefasst.

2. Shults et al.
“Coenzyme Q10 levels correlate with the activities of complexes I and II/III in mitochondria from Parkinsonian and Non-Parkinsonian Subjects”
Annals of Neurology 42: 261-264 (1979)
Shults und Kollegen beschreiben, dass der Coenzym Q10-Gehalt in Mitochondrien bei Morbus-Parkinson-Patienten niedriger ist als bei gesunden Kontroll-Personen. Mitochondrien sind die Zell-Bausteine des Körpers, die für die Energie-Gewinnung zuständig sind.

3. Sohmiya et al.
„Redox status of plasma coenzyme Q10 indicates elevated systemic oxidative stress in Parkinson`s disease.”
J. Neurol.Sci 223: 161-166 (2004)
Sohmiya und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und Morbus Parkinson. Sie berichten über die Beobachtung, dass der Anteil oxidierten Coenzyms Q10 bei Morbus Parkinson erhöht ist. Ein Hinweis auf verstärkten oxidativen Stress bei Morbus Parkinson.

4. Shults et al.
„Pilot trial of high doses of coenzyme Q10 in patients with Parkinson’s disease“
Exp. Neurol. 188: 491-494 (2004)
In dieser Pilotstudie wurde die Sicherheit der Coenzym Q10-Gabe in Morbus Parkinson Patienten untersucht. Dosierungen bis 2400 mg/Tag wurden als sicher eingestuft.

5. Shults et al.
„Effects of Coenzyme Q10 in early Parkinson Disease – Evidence of slowing the functional decline“
Arch Neurol. 59: 1541- 1550 (2002)
Die Autoren zeigen, dass die Gabe von Coenzym Q10 bei Dosierungen von bis zu 1200 mg pro Tag sicher ist und gut vertragen wird. Die Entwicklung der Parkinson-Symptomatik war geringer in der Gruppe mit Coenzym Q10-Behandlung als bei der Placebo-Gruppe. Der Nutzen war am stärksten in der höchsten Dosis-Gruppe. Abschliessend weisen die Autoren darauf hin, dass weitere Studien notwendig sind.

6. Rosenberg
„Mitochondrial therapy for Parkinson Disease“
Arch. Neurol. 59: 1523 (2002)
Im Lichte der Arbeit von Shults und Kollegen (s.o.) diskutiert Rosenberg in diesem Editorial den Hintergrund einer Coenzym-Q10 Therapie bei Morbus Parkinson und er schlussfolgert: „Clearly, the data … offer considerable potential hope for future allied therapies.“

7. Storch et al.
“Randomized, double-blind, placebo-controlled trial on symptomatic effects of coenzyme Q10 in Parkinson Disease”
Arch Neurol. 64: 938-944 (2009)
Storch und Kollegen verglichen nanopartikuläres Coenzym Q10 (300 mg/Tag) mit einem Standard-Präparat (1200 mg/Tag). Sie konnten zeigen, dass nanopartikuläres Coenzym Q10 gut vertragen wird und trotz der geringeren Dosierung zu einer vergleichbaren Steigerung des Coenzym Q10 Plasma-Spiegels führt. Allerdings konnten sie durch die zusätzliche Gabe von Coenzym Q10 keine symptomatischen Effekte bei Parkinson-Patienten mit mittelschwerem Morbus Parkinson zeigen.

8. Müller et al.
“Coenzyme Q10 supplementation provides mild symptomatic benefit in patients with Parkinson’s disease”
Neuroscience Letters 341: 201-204 (2003)
In dieser Arbeit wurde berichtet, dass die Gabe von Coenzym Q10 einen moderaten positiven Effekt bei Morbus Parkinson zeigt.

9. Marcoff and Thompson
“The role of coenzyme Q10 in statin-associated myopathy”
J Am Coll Cardiol 49:2231-2237 (2007)
In dieser Arbeit fassen Marcoff und Thompson den gegenwärtigen Wissensstand zusammen über den Zusammenhang zwischen der durch die cholesterin-senkenden Statine ausgelösten Myopathie und dem ebenfalls induzierten Coenzym Q10-Mangel. Erwähnenswert ist die Schlussfolgerung: „Consequently, CoQ10 (Coenzyme Q10; Anm. der Verfasser) can be tested in patients requiring statin treatent, who develop statin myalgia, and who cannot satisfactorily be treated with other agents.”

10. Quinzii et al.
“Human Coenzyme Q10 deficiency”
Neurochem Res. 32: 723-777 (2007)
In dieser Übersichtsarbeit wird der Wissensstand zum Thema „Coenzym Q10 Mangel“ zusammen gefasst. Die Autoren stellen fest: “Patients with all forms of CoQ10 deficiency have shown clinical improvements after initiating oral CoQ10 supplementation” Übersetzung durch die Verf.: “Patienten mit allen Formen der Coenzym Q10 Defizienz zeigten klinische Verbesserung nach Beginn einer Coenzym Q10 Gabe”.

Wichtig: Wir haben versucht die wichtigsten Literaturstellen zu diesem Thema vorzustellen. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Möchten Sie uns Hinweise auf weitere Literaturstellen geben oder möchten Sie die Informationen kommentieren? Dann schicken Sie uns doch bitte eine E-mail.

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6. Relevante Internet-Links zum Thema „Neuroprotektion“, „Morbus Parkinson“, „Coenzym Q10“

Neuroprotektion in Wikipedia (englisch)

Morbus Parkinson in Wikipedia (deutsch)

Coenzym Q10 in Wikipedia (deutsch)

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7. Fremdwörter-Verzeichnis zum Thema

Bioverfügbarkeit
Bioverfügbarkeit beschreibt den Anteil einer Arzneimittel-Dosis, der im Blutkreislauf ankommt und dort zur Verfügung steht. http://de.wikipedia.org/wiki/Bioverfügbarkeit

Mitochondrien
Mitochondrien sind Bestandteile einer Zelle, die der Energiegewinnung dienen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondrien

Nano-Partikel/Nanopartikel
Nano-Partikel sind kleinste Festkörper, die nur aus einigen tausend Molekülen bestehen. In der Medizin sind Nano-Partikel deshalb interessant, weil sie in vielen Fällen die Aufnahme von Medikamenten in den Körper (die „Resorption“) verbessern. http://de.wikipedia.org/wiki/Nanopartikel

Resorption
Resorption bezeichnet die Aufnahme von Stoffen, z.B. Arzneimitteln, in die Blutbahn. Die Resorption bestimmt z.B. die Bioverfügbarkeit einer Substanz, die mit der Nahrung aufgenommen wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Resorption

Statine
Statine sind eine Gruppe von Medikamenten mit cholesterin-senkender Wirkung. http://de.wikipedia.org/wiki/Statine

Substantia nigra
Die Substantia nigra ist ein Bereich im Gehirn, dessen Schädigung bei der Entwicklung des Morbus Parkinson eine zentrale Rolle spielt. http://de.wikipedia.org/wiki/Substantia_nigra

Ubichinon
Ein Synonym für „Coenzym Q10“

Ubichinol
Die reduzierte Form des Ubichinons.

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